LED der Solarleuchte wird schwächer oder gelblich
Nach ein paar Jahren im Freien wirkt so manche Solarleuchte insgesamt matter, als würde sie einfach weniger Licht abgeben. Schnell fällt der Verdacht auf einen schwachen Akku – doch nicht immer liegt die Ursache dort. Manchmal ist es tatsächlich die LED oder, häufiger noch, die Kunststoffabdeckung davor, die sich über die Jahre verändert hat.
Dieser Beitrag schaut sich genau diesen Unterschied an: die Alterung der LED selbst, das Vergilben des schützenden Diffusors durch UV-Strahlung, und wie sich das von einem akku-bedingten Leistungsabfall unterscheiden lässt. Wer die Leuchtdauer insgesamt spürbar kürzer als früher findet, findet die passende Anleitung im Ratgeber Solarleuchten-Akku wechseln.
Zwei ganz unterschiedliche Effekte, ein ähnliches Symptom
Wenn eine Solarleuchte insgesamt dunkler wirkt als in den ersten Monaten, lassen sich grob zwei Ursachenbereiche unterscheiden: Zum einen die Lichtquelle selbst, also die LED und die Kunststoffabdeckung davor, zum anderen die Energieversorgung, also Akku, Panel und Ladeelektronik. Beide Bereiche können ein ähnliches Symptom erzeugen – gedämpftes, weniger kräftiges Licht – haben aber völlig unterschiedliche Ursachen und Lösungen.
Ein einfacher erster Anhaltspunkt zur Unterscheidung: Fällt die Helligkeit über den Abend spürbar ab und wird die Leuchtdauer insgesamt kürzer, deutet das eher auf die Energieseite hin. Wirkt das Licht dagegen von Anfang bis Ende des Leuchtvorgangs gleichmäßig matter, gelblicher oder trüber als früher, aber genauso lange an, liegt der Fokus eher auf LED oder Abdeckung.
Natürliche Alterung der LED selbst
LEDs gehören grundsätzlich zu den langlebigsten Leuchtmitteln überhaupt und altern deutlich langsamer als klassische Glühlampen oder Halogenleuchtmittel. Trotzdem lässt auch eine LED über sehr viele Betriebsjahre allmählich in ihrer Lichtleistung nach, weil sich die Halbleiterstruktur im Inneren mit der Zeit leicht verändert. Dieser Effekt ist normalerweise so langsam und gering, dass er im Alltag kaum auffällt, bis eine Leuchte bereits mehrere Jahre im Dauereinsatz war.
Eine spürbare, deutliche Verfärbung ins Gelbliche direkt an der LED selbst ist dagegen eher untypisch – LEDs verändern ihre Lichtfarbe normalerweise nicht auf diese auffällige Weise. Wenn das Licht insgesamt wärmer oder gelblicher wirkt, lohnt sich deshalb zunächst ein Blick auf die Abdeckung davor, bevor die LED selbst als Ursache infrage kommt.
Vergilbter Diffusor: der häufigere Grund fürs Nachlassen
Die durchsichtige oder milchige Kunststoffabdeckung vor der LED, oft Diffusor genannt, ist über Jahre direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt. UV-Strahlung greift viele gängige Kunststoffe chemisch an und lässt sie mit der Zeit vergilben. Dieser Effekt verändert nicht die Leistung der LED dahinter, reduziert aber messbar, wie viel Licht durch die Abdeckung tatsächlich nach außen dringt – die Leuchte wirkt insgesamt matter und oft wärmer im Farbton, obwohl die Lichtquelle selbst unverändert arbeitet.
Diesen Effekt erkennen Sie am ehesten im direkten Vergleich mit einer neueren, baugleichen Leuchte am selben Standort, sofern vorhanden, oder indem Sie die Abdeckung bei ausgeschalteter Leuchte gegen eine helle Lichtquelle halten und auf eine gelbliche oder trübe Tönung achten. Bei manchen Bauformen lässt sich die Abdeckung vorsichtig abnehmen; leuchtet die LED darunter deutlich klarer und weißer, bestätigt das den vergilbten Diffusor als Ursache.
Eine gründliche Reinigung mit einem weichen, leicht feuchten Tuch kann leichte Vergilbung durch Ablagerungen etwas mildern, tief ins Material eingedrungene UV-Vergilbung lässt sich dadurch aber kaum vollständig rückgängig machen. In manchen Fällen bietet der Hersteller eine Ersatzabdeckung an, was deutlich günstiger als eine komplett neue Leuchte sein kann.
Abgrenzung zum akku-bedingten Leistungsabfall
Ein alternder oder geschwächter Akku erzeugt ein anderes Muster als eine vergilbte Abdeckung: Die Leuchte startet abends oft noch relativ kräftig, wird im Verlauf des Abends aber spürbar dunkler oder schaltet sich vorzeitig ganz ab. Dieses zeitliche Abfallen innerhalb einer einzigen Nacht ist das entscheidende Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem gleichmäßig gedämpften Licht durch eine vergilbte Abdeckung.
Beide Effekte können sich mit der Zeit auch überlagern, insbesondere bei sehr alten Leuchten, die schon mehrere Sommer und Winter im Freien verbracht haben. In diesem Fall lohnt es sich, beide Ursachen getrennt zu prüfen: zuerst die Abdeckung optisch beurteilen, dann bei Bedarf die ausführliche Anleitung im Ratgeber Solarleuchten-Akku wechseln zur Rate ziehen.
Wann sich ein Austausch lohnt
Ist ausschließlich die Abdeckung vergilbt, die LED aber weiterhin voll funktionsfähig, lohnt sich bei hochwertigeren Leuchten die Suche nach einer passenden Ersatzabdeckung, sofern der Hersteller ein solches Ersatzteil anbietet. Bei einfacheren, günstigeren Modellen ohne verfügbares Ersatzteil ist der Aufwand für eine Reparatur meist nicht sinnvoll, und ein Neukauf ist die praktikablere Lösung.
Wenn Sie ohnehin über eine neue Leuchte nachdenken, achten Sie beim Neukauf auf Angaben zur UV-Beständigkeit der verwendeten Kunststoffe, sofern der Hersteller solche Angaben macht. Eine Übersicht aktueller Modelle für den Garten finden Sie in der Kategorie Solarleuchten für den Garten.